06.02.2018

Schmerzensgeld wegen unzureichender Ausstattung des Operateurs

Der Operateur eines orthopädischen Eingriffs hat stets dafür zu sorgen, dass dieser in ausreichendem Maße ausgestattet ist. In einem Fall, welchen das Oberlandesgericht Karlsruhe zu entscheiden hatte, musste eine Operation wegen fehlenden Werkzeugs abgebrochen und später wiederholt werden, weil dem Operateur nicht alle erforderlichen Instrumente vorlagen.

Das Gericht führte insbesondere aus, dass bei der operativen Entfernung einer verschraubten Radiusplatte nach einer Handgelenksfraktur der Operateur damit rechnen musste, dass sich eine Schraube mit der Platte verbunden haben kann und dass dann spezielle Instrumente erforderlich sind, um die festsitzende Schraube zu lösen. Wegen der abgebrochenen und später wiederholten Operation wurde der Patientin ein Schmerzensgeld zugesprochen.

OLG Karlsruhe, Urteil vom 13.12.2017 - 7 U 90/15

In der Praxis sollten Behandlungsunterlagen von einem Fachanwalt für Medizinrecht beigezogen und geprüft werden, da sich gegebenenfalls nur aus der Überprüfung der vollständigen Unterlagen Anhaltspunkte für eine Haftung ergeben können. Lassen Sie sich beraten unter 0611 / 505 99 778.

 
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